Der Beckenboden

Der Beckenboden, ein komplexes System, das bisher in Therapien stark vernachlässigt und oft wenig Beachtung geschenkt wurde.

 

Der Beckenboden erfüllt entscheidende Funktionen:

 

1. Stützen, Halten, Aufrichten

 

Diese Aufgaben sind wesentlich für:

  • Die Stützung der inneren Organe
  • Die Stabilität des Rumpfes, da er das Kraftzentrum und die Mitte bildet
  • Die Stärkung des Rückens
  • Das automatische Gegenhalten bei erhöhtem Bauchdruck, wie beim Niesen, Husten, Heben oder Tragen

 

Mögliche Dysfunktionen: 

  • Senkung der Blase, Gebärmutter oder des Rektums
  • Stressinkontinenz
  • Instabilität des Rumpfes
  • Becken- und Rückenschmerzen

 

2. Loslassen, Entspannen, Öffnen

 

Diese Funktion ist notwendig für:

  • Das Wasserlassen
  • Die Stuhlentleerung
  • Den Geburtsvorgang

 

Mögliche Dysfunktionen:

  • Inkontinenz, sowohl Dranginkontinenz als auch Stressinkontinenz
  • Vaginismus
  • Vorzeitige Ejakulation

 

3. Sexuelle Funktion

 

Diese Funktion ermöglicht: 

  • Die Erektionsfähigkeit und Ejakulationsverzögerung beim Mann
  • Die Orgasmusfähigkeit bei der Frau
  • Die Fähigkeit, Genuss und Erleben zu empfinden

 

Mögliche Dysfunktionen:

  • Bei Frauen: Libidoverlust, schwacher Orgasmus
  • Bei Männern: Erektionsschwäche, vorzeitige Ejakulation
  • Auslöser können Traumata wie Operationen, Geburten oder Gewalterfahrungen sein.

 

 

So läuft die Therapie ab:

 

Es wird gekräftigt, gedehnt, gefedert, tonisiert, belebt und auch die Wahrnehmung gehört zu den Basisprinzipien.

 

Ein wesentliches Merkmal wird auch auf die Atmung gelegt da ein gutes Zusammenspiel zwischen Beckenboden und Zwerchfell unablässig ist.

 

Auch die Hüftbeweglichkeit wirkt sich auf den Beckenboden aus. Damit er effizient arbeiten kann, wird auch wenn notwendig diese therapeutisch erweitert.

 

Michaela Wagner

Physiotherapeutin

Schneeberggasse 8

2811 Wiesmath

Telefon:

0676 9459665

 

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